Lesung im Rahmen der Tage des Exils
Mittwoch, 07.09.2022 um 19 Uhr im Haus am Dom (Eintritt frei)
„Ihr müsst die Kinder aus Deutschland herausholen!“ Retter:innen und Hilfsorganisationen
Angelika Rieber und Hanna Eckhardt


Filmpremiere im Rahmen der Tage des Exils

Montag, 12.09.2022 um 18 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums (DFF) (Eintritt frei).
Flucht in die Türkei. Ingrid Oppermann – ein Porträt
Film über Ingrid Oppermann und ihren Vater Wolfgang Gleisberg , der 1934 in die Türkei emigrierte. Frau Oppermann wird an der Veranstaltung teilnehmen und für Fragen zur Verfügung stehen.


Der neue Rundbrief 20 ist erschienen.


Bericht zum Besuchsprogramm 2022- „Together we still have much work to do!”

„Together we still have much work to do!“, mit diesem in die Zukunft gerichteten Appell fasste Weny Schmelzer das Fazit ihres Besuches bei ihrer Rede beim Abschlussempfang im Frankfurter Römer zusammen. Sie gehörte zu einer Gruppe von Kindern und Enkeln ehemaliger Frankfurterinnen und Frankfurtern, die vom 8.-15. Juni auf Einladung der Stadt Frankfurt in der früheren Heimat der Eltern und Großeltern zu Gast waren.
Hinter dem Link finden Sie einen ausführlichen Bericht zum Besuchsprogramm 2022.


Lesung am FREITAG, 8.7.2022 Rettet wenigstens die Kinder

Angelika Rieber (Hrsg.): Rettet wenigstens die Kinder
Kindertransporte aus Frankfurt am Main: Anhand von Briefen, Bildern, Dokumenten und Tagebucheinträgen sowie Interviews mit Zeitzeug*innen werden die Lebenswege Kinder konnten nach dem Novemberpogrom 1939 aus Frankfurt gerettet wurden dargestellt.
Zentralbibliothek, Hasengasse 4, 19.30 Uhr, Eintritt frei | mit Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker) e. V.



Hinweis auf eine neue CD: Siegfried Würzburger (1877 – 1942) mit der Pianistin Angelika Nebel: Siegfried Würzburger war von 1911-1938 Organist der neugegründeten Westend-Synagoge.
Der in Frankfurt geborene deutsch-jüdische Organist, Pianist und Komponist verstarb 1942 im Ghetto in Litzmannstadt.
Sein erhaltenes Oeuvre liegt nun erstmalig auf CD vor.


Am 2. September 2021 wurde ein Denkmal der israelischen Künstlerin Yael Bartana zur Erinnerung an die rettenden Kindertransporte feierlich der Öffentlichkeit übergeben.
Seit 2015 setzte sich das Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt für ein solches Denkmal ein: News

Zum Nachhören und – sehen: 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland – Lesung und Konzert am 4. Juli 2021 „… sah ich meinen Vater zum ersten Mal in meinem Leben weinen“

Auch die Lesung: “Auf Wiedersehen Kinder” im Haus am Dom vom 7. Juni 2021 zum Nachhören und Nachsehen



NEUERSCHEINUNG
Der jüdische Friedhof in Oberursel – Von Angelika Rieber und Lothar Tetzner.
Das Buch ist in den Oberurseler Buchhandlungen oder bei der Gesellschaft für Christlich-Jüdische-Zusammenarbeit erhältlich. Die Schrift kostet 15 Euro. ISBN: 978-3-00-066440-3.
Weitere Informationen und Besprechungen


NEUERSCHEINUNG
Rettet wenigstens die Kinder – Kindertransporte aus Frankfurt am Main – Lebenswege von geretteten Kindern
Herausgegeben von Angelika Rieber und Till Lieberz-­Gross
Erschienen am 20. Novemeber 2018
Weitere Informationen und Besprechungen


Berichte über die Arbeit des Projekts:
Bericht im hessischen Fersehen

Themenbereiche für die Gespräche mit ehemaligen Frankfurterinnen und Frankfurtern sowie deren Kinder und Enkel

Familie vor 1933

  • Herkunft, Familie
  • Wohnadressen, Lebensumfeld, Verhältnis zu Nachbarn
  • Beruf
  • Rolle der Religion in der Familie, Zugehörigkeit zu einer Gemeinde
  • Zugehörigkeit zu einer Jugendorganisation, Zugehörigkeit zu einer Partei

Familie 1933-38

Veränderungen

  • berufliche Situation, Schulbesuch
  • Wohnsituation
  • Psychische Situation, Identitätsgefühle
  • Verfolgung, Verhaftung, Vorladungen, etc.
  • Erinnerungen an politische bzw. die Familie/das Umfeld betreffende Ereignisse
  • Emigration: Zeitpunkt der ersten Überlegungen, konkrete Anlässe und Entscheidungsgründe, Zeitpunkt, Emigrationsziele, Emigrationsbedingungen (alleine, mit Familie etc.) und Emigrationshindernisse, Gründe zu bleiben

1938-41

  • Erinnerungen an das Novemberpogrom, Verhaftungen, Zerstörung der Wohnung bzw. Geschäfte
  • Emigration und Emigrationsbedingungen und -hindernisse
  • Lebenssituation nach dem Novemberpogrom
  • Kindertransporte:
  • Entscheidungsprozesse und das Verhalten der Eltern, Trennung und Abschied, spätere Emigration der Eltern bzw. Deportation

Familie während des Krieges

  • Lebensbedingungen während des Krieges
  • Schicksal von Angehörigen in Deutschland
  • Was wussten die Emigranten über das Schicksal ihrer Angehörigen? Gab es Korrespondenz?

Lebenssituation in der Emigration

  • Lebensbedingungen und deren Veränderung
  • Sprachprobleme, -kompetenzen
  • Berufliche Situation, Ausbildungsbedingungen
  • Diskriminierungserfahrungen aufgrund des deutschen oder jüdischen Hintergrunds?

Nach dem Krieg

  • Gab es einen Rückkehrwunsch?
  • Verhältnis zur alten und zur neuen Heimat und dessen Entwicklung
  • Informationen zum Schicksal von Angehörigen
  • Zugehörigkeitsgefühl gegenüber der früheren und der neuen Heimat, Veränderungen

Besuche in der alten Heimat

  • Motive zum Besuch, Zeitpunkt, Anlässe, alleine oder mit Angehörigen/Freunden
  • Erfahrungen

Umgang mit der Vergangenheit in der alten und der neuen Heimat

  • Erfahrungen mit dem Umgang mit der Vergangenheit in der jetzigen Heimat (Schule, Gemeinde)
  • Gibt es Angehörige, die als Zeitzeugen sprechen (in der jetzigen Heimat, in Deutschland)? Erfahrungen
  • Sicht auf Umgang mit der Vergangenheit in Deutschland

Erfahrungen der Kinder

  • Familiensprache: In welcher Sprache haben sich Eltern/Großeltern unterhalten, Welche Sprache haben sie mit den Kindern gesprochen? Welche Sprache sprechen die Kinder untereinander?
  • Haben die Mitglieder der 2./3. Generation Deutsch in der Familie, der Schule, der Universität gelernt?
  • Wann und auf welche Weise haben die Kinder etwas über die Verfolgungs- und Emigrationserfahrungen von Eltern/Großeltern erfahren? Wie haben die Kinder/Enkel darauf reagiert?
  • Mit welchen Geschichten über Deutschland sind die Kinder aufgewachsen?
  • Gab es Kommunikation über die Verfolgungsgeschichte in der weiteren Familie (mit Cousins etc.)?
  • Hat das Umfeld etwas über die Geschichte erfahren? Wie hat das Umfeld darauf reagiert?
  • Das Thema Holocaust in der Schule: Wurde das Thema in der Schule unterrichtet? In welcher Jahrgangsstufe? Auf welche Weise?
  • Motive, die Einladung der Stadt Frankfurt anzunehmen
  • Was möchten die Eingeladenen sehen, besuchen, wen möchten sie treffen?

© Verein Projekt jüdisches Leben in Frankfurt e.V.