Familie Tachau

„Wirf alle Sorgen von dir“

von Angelika Rieber

Die Kirchenbücher der Evangelischen Christuskirchengemeinde in Oberursel machten aufmerksam auf das Schicksal der Mitglieder der Familie Tachau. Eugen Tachau, der aus einer jüdischen Familie aus Frankfurt stammte, ließ sich 1912 taufen, wurde Mitglied der evangelischen Kirche und heiratete wenige Tage später. Der Ehe war wenig Glück beschert. Nach seiner Scheidung 1918 zog Eugen Tachau wieder nach Frankfurt zurück. Ab 1934, nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, versuchte er, sich in Frankreich eine neue Existenz aufzubauen. Von dort wurde er 1942 deportiert und ermordet.
Seine Eltern, Albert und Adele Tachau, wurden ebenfalls Opfer der Shoa. Albert Tachau wurde 1938 verhaftet und einer Unterschlagung bezichtigt. Im Gefängnis starb Albert Tachau, möglicherweise durch Suizid. Seine Frau Adele wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert.

„Wird anonym der Spionage verdächtigt“

Eugen Tachau, 1887 in Frankfurt geboren, stammte aus einer jüdischen Familie. Er wurde 1912 in der Christuskirche in Oberursel getauft. Seine Eltern, Adele und Albert Tachau, waren nach der Eintragung im Taufbuch israelitischer Religion. Wenige Tage nach der Taufe heiratete Eugen Tachau. Seine Ehefrau, Emma Caroline Dillenburg, stammte aus Oberstedten, heute Stadtteil von Oberursel. Die beiden Kinder des Ehepaars, Anna Maria und Ernst, waren nach der Naziterminologie „Mischlinge 1. Grades“. Die Familie wohnte in der Hohemarkstraße in Oberursel. Offensichtlich war es keine glückliche Ehe, denn das Paar wurde schon 1918 wieder geschieden. Über das weitere Schicksal der Mitglieder dieser Familie ist wenig bekannt.

Eugen Tachau selbst war offensichtlich auch beruflich wenig Glück beschert. Nach langer Arbeitslosigkeit entschloss er sich 1934, im Ausland eine neue Existenz aufzubauen. Der Vater versuchte, seinen Sohn mit Geldzahlungen zu unterstützen, die teilweise nach Frankreich, teilweise nach Holland gingen. Kurzzeitig lebte Eugen Tachau 1935/36 wieder zu Hause. Aus diesem Zeitraum ist eine anonyme Anzeige wegen Spionage belegt. Am 15.05.1935 wurde diesbezüglich eine Gestapo-Karteikarte angelegt (HHStAW).

Bekannt ist weiterhin, dass Eugen Tachau 1937 wieder nach Frankreich ging. Von dort aus wurde er am 12.08.1942 mit dem Transport Nr. 18 von Drancy aus nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Die von Memorial de la Shoa veröffentlichte Transportliste führt ihn unter dem Namen Eugène Tauchau.
Da das Geburtsdatum identisch ist, handelt es sich dabei mit hoher Sicherheit um Eugen Tachau

„Er verschwieg, daß er Jude ist, wozu er so weit ging, daß er als Jude den deutschen Gruß anwendete“

Adele Tachau wurde 1864 in Heddernheim, heute Stadtteil von Frankfurt, geboren. Ihr Vater, Abraham Oppenheimer, war von Beruf Schuhmacher, die Mutter, Henriette, geb. Dürkheim, stammte aus Kriftel.

1886 heiratete Adele Oppenheimer den Kaufmann und Bankbeamten Albert Tachau, 1862 in Hamburg-Harburg geboren. Adele Tachau war ebenfalls berufstätig und arbeitete laut Eintragung in der Oberurseler Einwohnermeldekartei als Postagentin. Das Ehepaar zog 1910 vorübergehend nach Oberursel in die Hohemarkstraße und drei Jahre später wieder zurück nach Frankfurt in den Stadtteil Bornheim.

Aus den Akten des Hauptstaatsarchivs geht hervor, dass Albert Tachau von 1929 bis 1938 bei der Frankfurter Sparkasse arbeitete. Dort war seine jüdische Herkunft offensichtlich nicht bekannt. Im Oktober 1938 wurde Tachau aufgefordert, einen „Ariernachweis“ zu erbringen. Da er aufgrund seiner jüdischen Herkunft diesen Nachweis nicht vorlegen konnte, wurde er entlassen und darüber hinaus beschuldigt, eine Unterschlagung und Urkundenfälschung begangen zu haben. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass Tachau seine Stellung bis in die jüngste Zeit nur hätte halten können, „indem er verschwieg, daß er Jude ist, wozu er so weit ging, daß er als Jude den deutschen Gruß anwendete“.

Da den jüdischen Rechtsanwälten zu diesem Zeitpunkt bereits die Zulassung entzogen worden war, wurde Albert Tachau von einem sogenannten Konsulenten betreut. Konsulent war ein jüdischer Rechtsanwalt, der eine Sondergenehmigung erhalten hatte, Juden in juristischen Angelegenheiten zu beraten und vor Gericht zu vertreten.

Zu vermuten ist, dass es sich im Falle von Albert Tachau um eine bewusste Kriminalisierung handelte, um damit die Entlassung zu legitimieren. In dieser Zeit gab es eine gezielte Kriminalisierungskampagne gegen Juden und Christen jüdischer Herkunft ebenso wie gegen nichtjüdische Ehepartner aus sogenannten „Mischehen“, die zu einer Vielzahl von Denunziationen und falschen Anschuldigungen führte.

Laut Gerichtsurteil vom 6. Januar 1939 hat Tachau die Tat zugegeben. „Der Angeklagte gibt seine Verfehlungen zu.“ Er sei in einer Notlage gewesen. Bekannt ist jedoch, dass solche Geständnisse teilweise unter Folter erpresst wurden bzw. den Betroffenen Strafmilderung versprochen wurde, sofern sie ein Geständnis ablegten. Verurteilt wurde Albert Tachau zu einer Strafe von eineinhalb Jahren und drei Jahren „Ehrverlust“. „Zur Strafzumessung“, so das Gericht, „ist folgendes zu sagen: Es ist schon ein starkes Stück, daß der Angeklagte bis in das Jahr 1938 hinein seinem Arbeitgeber seine jüdische Abstammung verschleiert hat.“ Um so verwerflicher sei, dass er in seiner Stellung auch noch strafbare Handlungen begangen habe.

„Mein lieber, bester Albert“

Nach seiner Verurteilung kam Albert Tachau in das Strafgefängnis in Frankfurt-Preungesheim.
Da es bislang keine Fotos von Albert Tachau gibt, können wir uns ansatzweise eine Vorstellung vom Aussehen Albert Tachaus anhand der in Preungesheim angelegten Karteikarte machen. Interessanterweise ist sie nicht mit dem Zusatznamen „Israel“ versehen, den Juden ab 1938 führen mussten. Tachau war demnach von mittlerer Gestalt, 1,70m groß, hatte einen großen Schnurrbart und eine Glatze.

Vermerkt sind in den Unterlagen des Gefängnisses auch die monatlichen Besuche von Adele Tachau sowie die Briefe, die sie an ihn schickte.

Aufschlussreich ist ein Brief, den Adele Tachau am 7. Juli 1939 an ihren Mann richtete:

„Mein lieber, bester Albert,
Deinen lieben Brief habe ich erhalten und mich sehr gefreut, daß ich Dir mit den guten Nachrichten einen Lichtblick in Dein einsames Dasein schaffen konnte. Aus Frankreich erhielt ich gute Nachrichten und tausend Grüße für Dich….
Ich habe jetzt meine Neuigkeiten alle ausgekramt und hoffe Dich gesund. Wirf alle Sorgen von Dir, denke an den Soldaten bei Adolf. Wir gewinnen doch den Krieg.
Nun von unseren Freunden alle guten Wünsche und Grüße. Sei umarmt, gegrüßt und herzlich geküsst von Deiner an Dich denkenden Della.“

Adele Tachau lebte seit der Verhaftung ihres Mannes im Jüdischen Altersheim in der Niedenau 25 in Frankfurt. Ihr gehe es gut, schreibt sie in ihrem Brief vom 7. Juli 1939, mit dem sie ihrem Mann wohl Mut zusprechen möchte. Sie habe gute Verpflegung, gehe viel an die Luft und nehme jede Woche ein Bad. Interessant auch die Formulierung, Albert solle doch „an den Soldaten bei Adolf“ denken. Möglicherweise meinte sie damit „halbjüdische“ Verwandte. „Mischlinge 1. Grades“ wurden noch bis 1940 zum Wehrdienst verpflichtet, jedoch dann aus der Wehrmacht entlassen. Doppeldeutig ist Adele Tachaus Hinweis “Wir gewinnen doch den Krieg“, mit dem sie möglicherweise die Zensoren einlullen und gleichzeitig ihrem Mann Mut zusprechen wollte.

Ihrem Mann ging es nicht gut. Ab dem 17. Juli 1939 war Albert Tachau krank gemeldet.
Drei Tage später vermerkt die Gefängnisleitung den Tod des Frankfurters. In den Unterlagen des Preungesheimer Gefängnisses findet sich kein Hinweis auf einen möglichen Suizid. Auch das Beerdigungsbuch des Jüdischen Friedhofs gibt keine eindeutige Auskunft zu dieser Frage, jedoch nennt das Gedenkbuch für die Opfer des Holocaust Suizid als Todesursache. Albert Tachaus Grabstein gleicht den Gräbern anderer Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzten. Es ist also durchaus möglich, dass Tachau Suizid begangen hat, jedoch nicht eindeutig belegt.

Seine Ehefrau Adele Tachau wurde im August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Als Todesdatum ist dort der 08.05.1943 vermerkt.

Entlassen auf Grund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“

Albert und Adele Tachau hatten neben dem bereits erwähnten Sohn Eugen noch ein weiteres Kind, das allerdings bereits ein Jahr nach der Geburt verstarb, sowie einen Pflegesohn, Julius Walter Lang. Von ihm ist bekannt, dass er 1933 wegen seiner jüdischen Abstammung aus dem öffentlichen Dienst entlassen wurde. Bis dahin war der Mechaniker bei der Post beschäftigt, im Postamt 9 am Frankfurter Hauptbahnhof. Danach fand er verschiedene Beschäftigungen, unter anderem in Oberstedten im jüdischen Erholungsheim der Kann-Stiftung. Ebenso war er zusammen mit seiner Frau Frieda, die er 1935 heiratete, als „Diener-Ehepaar“ bei einem Bankier angestellt. Da ihnen bekannt war, dass zahlreiche Juden bzw. Christen jüdischer Herkunft kriminalisiert und verhaftet worden waren, entschlossen sich Julius Walter und Frieda Lang 1938, aus Deutschland auszuwandern. Am 30.08.1938 meldeten sie sich in Frankfurt ab und reisten nach Hamburg, um von dort in die USA zu fliehen.

Der erste preußische Bahnbeamte jüdischer Herkunft

Albert Tachau stammte aus einer bemerkenswerten Familie. Sein Vater, Jakob Tachau, geboren 1828, war Zimmermann. Er trat 1848 in das hannoversche Jägerbataillon ein, wo er sich innerhalb von acht Jahren zum Wachtmeister heraufarbeitete. 1856 bewarb sich Jakob Tachau als Schaffner bei der hannoverschen Staatseisenbahn, und wurde, möglicherweise wegen seiner vorangegangenen Militärlaufbahn, als erster jüdischer Beamter der Bahn eingestellt. Nach der Annexion Hannovers 1866 wurde er dann in den preußischen Staatsdienst übernommen. (Richarz, S. 429f)

Jakob Tachau und seine Frau Dina hatten zwei Söhne, Albert und Ludwig. Ludwig Tachau erwarb sich als Lehrer und Schulleiter der Samsonschule in Wolfenbüttel einen Namen. Sein Probejahr legte er zunächst in der Realschule der israelitischen Gemeinde in Frankfurt ab, wo er fünf Jahre blieb, bis er 1886 an die Samsonschule berufen wurde. Ludwig Tachau und seine Frau Minna hatten wiederum zwei Söhne: Hermann und Paul. Hermann Tachau starb am Ende des 1. Weltkriegs. Der 1884 in Frankfurt am Main geborene Paul Tachau war als Arzt in Braunschweig bekannt. Ihm gelang es, mit seinen drei Kindern in die USA zu fliehen. (Bein)

„Es war sehr schwer für mich, dass sie geschwiegen haben“

Tachau ist ein seltener Name. Die Familie stammte ursprünglich aus dem heutigen Tschechien. Bei den Recherchen zur Familie Tachau gelang es, einen entfernten Verwandten der Frankfurter Tachaus ausfindig zu machen, Peter Tachau, der bei der eigenen Spurensuche ebenfalls auf seinen Großonkel Albert gestoßen war.

Anlässlich der Ausstellung „Plötzlich und unerwartet fand ich mich ausgeschlossen. Christen jüdischer Herkunft im Hochtaunuskreis“ im Herbst 2014 fand eine Begleitveranstaltung statt, zu der Zeitzeugen der ersten und zweiten Generation eingeladen wurden, unter anderen Peter Tachau. Er berichtete von seiner Geschichte und dem Schicksal von Familienmitgliedern und schilderte, was die Geschehnisse während der NS-Zeit für ihn bedeuteten.

Peter Tachau, 1940 in Hamburg geboren, ist nach der Naziterminologie „Halbjude“. Sein 1897 geborener Vater Walter war jüdischer Herkunft. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 ließ Walter Tachau sich evangelisch taufen. Der Hamburger wurde Rechtsanwalt und hatte eine gut gehende Praxis. Er heiratete eine Nichtjüdin, 1940 wurde der Sohn Peter geboren. Walter Tachau war Mitglied des HSV ebenso wie sein jüngster Bruder Fritz-Harald, der sich auch als Trainer im Verein betätigte. An Auswanderung dachte der Rechtsanwalt wohl nicht, da die Berufschancen für Juristen im Ausland sehr schlecht waren. Walter Tachau gelang es bis 1939, seine jüdische Herkunft zu verbergen und damit den Entzug seiner Zulassung als Rechtsanwalt zu verhindern. Durch ein Strafverfahren gegen seinen Bruder Fritz-Harald wurde diese jedoch bekannt. „Jüdischer Rechtsanwalt tarnte sich als Nichtjude“, titelten die Altonaer Nachrichten. Walter Tachau verlor 1940 seine Zulassung als Anwalt und wurde zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Strafe wurde 1941 in eine Gefängnisstrafe umgewandelt, da ihm zugute gehalten wurde, dass er als „national gesinnter ordentlicher Mann“ bekannt sein. 1942 wurde die Strafe ausgesetzt. (Skrentny, S. 85f)

Während es Walter Tachau nach seiner Freilassung gelang, ins seit 1938 als deutsche „Ostmark“ geltende Österreich zu fliehen und dort unter falschem Namen unterzutauchen, wurde sein Bruder Fritz-Harald nach Verbüßen seiner Zuchthausstrafe direkt nach Auschwitz deportiert. Eine Karteikarte der jüdischen Gemeinde Hamburg verzeichnet mit dem 30. Januar 1943 seinen Tod im Konzentrationslager Auschwitz.

Peter Tachaus Eltern hatten sich 1942 scheiden lassen. Damit versuchte Walter Tachau, seine Frau und den Sohn vor Verfolgung zu schützen. 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, kehrte Walter Tachau wieder zu seiner Familie in Hamburg zurück. „Wir haben ein wunderbares Familienleben geführt“, berichtet sein Sohn Peter. Er habe allerdings kaum etwas von der Verfolgung während der NS-Zeit und der Ermordung seines Onkels erfahren. „Sie wollten mich sicherlich schützen“, kommentiert er das Schweigen seiner Eltern.

Peter Tachau wurde evangelischer Pastor. Im Rahmen einer Studienreise nach Auschwitz wurde er zum ersten Mal intensiv mit seiner Familiengeschichte konfrontiert, an dem Ort, an dem sein Onkel Fritz den Tod fand. Seit dieser Zeit sucht er die Spuren seiner Geschichte. So fand er in Theresienstadt Informationen über seine Verwandten aus Frankfurt, über Adele und Albert Tachau. Was er herausfand, hat ihn erschüttert. Ambivalent sind seine Gefühle, wenn er an das Schweigen seiner Eltern denkt. Einerseits ist er seinen Eltern dankbar, dass sie ihn geschützt haben, andererseits belastet ihn, dass sie ihm die bittere Wahrheit verschwiegen haben und dass er die Geschichte seiner Familie erst mühevoll und auf schmerzhafte Weise herausfinden musste. Durch seine Herkunft fühlt er sich als „Zwitterwesen“, sowohl der einen Seite, der Mehrheit der Gesellschaft verbunden, als auch der Seite der Opfer. „Ich bin mit mir noch nicht im Reinen“, erklärt er seine Suchbewegung. „Ich hadere mit Luther, ich hadere mit meiner Kirche“. Gerade als evangelischer Pastor fühlt er sich von seiner Kirche verraten, denn diese habe im Rahmen der antisemitischen Naziideologie Pfarrer jüdischer Herkunft aus ihren Reihen entfernt. Und die Begründung gehe bis auf Luther zurück und dessen Antisemitismus.

Chancen für die Zukunft sieht Peter Tachau in einem offenen und wertschätzenden christlich-jüdischen Dialog.

Peter Tachau (3. von rechts) im September 2014 bei einer Podiumsdiskussion in Oberursel, einer Begleitveranstaltung zu der Ausstellung „Christen jüdischer Herkunft im Hochtaunuskreis“. Eingeladen waren Zeitzeugen der NS-Zeit und deren Kinder (Foto: Angelika Rieber)

Kurzbiographie:

Eugen Tachau, geb. 04.01.1887 in Frankfurt
Kaufmann
1912 konvertiert Eugen Tachau, Heirat mit einer Nichtjüdin
Wohnorte: Frankfurt und Oberursel
1934 Emigration nach Frankreich
1942 Deportation von Drancy nach Auschwitz-Birkenau

Eltern:
Albert Tachau, geb. 1862 in Hamburg-Harburg
Kaufmann und Bankbeamter
Adele Tachau, geb. Oppenheimer, geb. 30.01.1864 in Frankfurt-Heddernheim
Postagentin
Wohnorte: Frankfurt und Oberursel
1938 Anklage gegen Albert Tachau wegen einer angeblichen Unterschlagung
20.07.1939 Tod im Gefängnis in Preungesheim
18.8.1942 Deportation von Adele Tachau nach Theresienstadt

Entfernt verwandt:
Peter Tachau, geb. 1940 in Hamburg
überlebte in Hamburg
wurde evangelischer Pfarrer
Mutter: nichtjüdisch
Vater: Walter Tachau, jüdischer Herkunft
tauchte 1942 nach Gefängnishaft in Österreich unter
kehrte 1945 zur Familie nach Hamburg zurück


Quellen:
Stadtarchiv Oberursel
Archiv der Christuskirche
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden
Online-Gedenkbuch des Bundesarchivs
Stadtarchiv Wolfenbüttel
Verwaltung der jüdischen Friedhöfe in Frankfurt: Majer-Szanckower
Richarz, Monika: Jüdisches Leben in Deutschland, Selbstzeugnisse zur Sozialgeschichte 1870-1871, Stuttgart 1976,1979,1982
Bein, Reinhard: Sie lebten in Braunschweig. Biographische Notizen zu den in Braunschweig bestatteten Juden, Braunschweig 2009
Skrentny, Werner und Spiegelberg, Stephan: 1887-2012. 125 Jahre HSV. Das Jubiläumsbuch, Hamburg 2012

Recherchen und Text:
Angelika Rieber