Themenbereiche für die Gespräche mit ehemaligen Frankfurterinnen und Frankfurtern sowie deren Kinder und Enkel

Familie vor 1933:
  • Herkunft, Familie
  • Wohnadressen, Lebensumfeld, Verhältnis zu Nachbarn
  • Beruf
  • Rolle der Religion in der Familie, Zugehörigkeit zu einer Gemeinde
  • Zugehörigkeit zu einer Jugendorganisation, Zugehörigkeit zu einer Partei

Familie 1933-38 Veränderungen
  • berufliche Situation, Schulbesuch
  • Wohnsituation
  • Psychische Situation, Identitätsgefühle
  • Verfolgung, Verhaftung, Vorladungen, etc.
  • Erinnerungen an politische bzw. die Familie/das Umfeld betreffende Ereignisse
  • Emigration: Zeitpunkt der ersten Überlegungen, konkrete Anlässe und Entscheidungsgründe, Zeitpunkt, Emigrationsziele, Emigrationsbedingungen (alleine, mit Familie etc.) und Emigrationshindernisse, Gründe zu bleiben

1938-41
  • Erinnerungen an das Novemberpogrom, Verhaftungen, Zerstörung der Wohnung bzw. Geschäfte
  • Emigration und Emigrationsbedingungen und -hindernisse
  • Lebenssituation nach dem Novemberpogrom
  • Kindertransporte:
  • Entscheidungsprozesse und das Verhalten der Eltern, Trennung und Abschied, spätere Emigration der Eltern bzw. Deportation

Familie während des Krieges
  • Lebensbedingungen während des Krieges
  • Schicksal von Angehörigen in Deutschland
  • Was wussten die Emigranten über das Schicksal ihrer Angehörigen? Gab es Korrespondenz?

Lebenssituation in der Emigration
  • Lebensbedingungen und deren Veränderung
  • Sprachprobleme, -kompetenzen
  • Berufliche Situation, Ausbildungsbedingungen
  • Diskriminierungserfahrungen aufgrund des deutschen oder jüdischen Hintergrunds?

Nach dem Krieg
  • Gab es einen Rückkehrwunsch?
  • Verhältnis zur alten und zur neuen Heimat und dessen Entwicklung
  • Informationen zum Schicksal von Angehörigen
  • Zugehörigkeitsgefühl gegenüber der früheren und der neuen Heimat, Veränderungen

Besuche in der alten Heimat
  • Motive zum Besuch, Zeitpunkt, Anlässe, alleine oder mit Angehörigen/Freunden
  • Erfahrungen

Umgang mit der Vergangenheit in der alten und der neuen Heimat
  • Erfahrungen mit dem Umgang mit der Vergangenheit in der jetzigen Heimat (Schule, Gemeinde)
  • Gibt es Angehörige, die als Zeitzeugen sprechen (in der jetzigen Heimat, in Deutschland)? Erfahrungen
  • Sicht auf Umgang mit der Vergangenheit in Deutschland

Erfahrungen der Kinder
  • Familiensprache: In welcher Sprache haben sich Eltern/Großeltern unterhalten, Welche Sprache haben sie mit den Kindern gesprochen? Welche Sprache sprechen die Kinder untereinander?
  • Haben die Mitglieder der 2./3. Generation Deutsch in der Familie, der Schule, der Universität gelernt?
  • Wann und auf welche Weise haben die Kinder etwas über die Verfolgungs- und Emigrationserfahrungen von Eltern/Großeltern erfahren? Wie haben die Kinder/Enkel darauf reagiert?
  • Mit welchen Geschichten über Deutschland sind die Kinder aufgewachsen?
  • Gab es Kommunikation über die Verfolgungsgeschichte in der weiteren Familie (mit Cousins etc.)?
  • Hat das Umfeld etwas über die Geschichte erfahren? Wie hat das Umfeld darauf reagiert?
  • Das Thema Holocaust in der Schule: Wurde das Thema in der Schule unterrichtet? In welcher Jahrgangsstufe? Auf welche Weise?
  • Motive, die Einladung der Stadt Frankfurt anzunehmen
  • Was möchten die Eingeladenen sehen, besuchen, wen möchten sie treffen?

© Verein Projekt jüdisches Leben in Frankfurt e.V.

Aktuelle Termine

  • Am 26.10.2017 um 19 Uhr: Vorführung des Films refuge im Medienzentrum Frankfurt in Beisein des Regisseurs Ethan Bensinger. Anmeldung und weitere Informationen hier
  • Im November 2017 besucht im Rahmen der Interkulturellen Woche Ingrid Oppermann Frankfurt. Schwerpunkt ihres Besuchs werden Zeitzeugengespräche in Schulen zum Thema Exil in der Türkei sein.
  • Weitere Termine

Der neue Rundbrief 14 – September 2017 ist erschienen!


Im August 2017 ist eine Auswahl aus den Briefen, die Anuta Sakheim an ihren Sohn George (ehem. Ruben Gabriel) Sakheim geschrieben hat, veröffentlicht worden: Nachrichten aus dem gelobten Land: Die Briefe der Anuta Sakheim


Besuchsprogramm 2017:
Vom 9. bis 16 Mai 2017 besuchten ehemalige Frankfurterinnen und Frankfurter bzw. deren Nachkommen auf Einladung der Stadt Frankfurt ihre frühere Heimatstadt. Berichte und Bilder


Neue Biographien:


Auftakt-Veranstaltung zur Errichtung eines Kindertransport-Denkmals in Frankfurt: Zwei Zeitzeugen der Kindertransporte aus Frankfurt besuchten ihre ehemalige Heimatstadt (Bericht unter News)


Der neue Rundbrief 13 – Februar 2017 ist erschienen!