Veranstaltungsankündigung
Buchvorstellung “Vom Taunus in die Welt. Lebenswege der Familie Hirsch aus Wehrheim”
31. Mai, 17.30 Uhr in Wehrheim
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter News.
Veranstaltungsankündigung
Buchvorstellung “Vom Taunus in die Welt. Lebenswege der Familie Hirsch aus Wehrheim”
31. Mai, 17.30 Uhr in Wehrheim
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter News.
Veranstaltungsankündigungen
Führung über den Jüdischen Friedhof mit Angelika Rieber (Dienstag, 05. Mai).
Mehr Informationen finden Sie unter News .
Maries Vermächtnis – Film, Podiumsgespräch und Stadtführung zu Marie Pfungst am 4. Mai 2026. Mehr Informationen finden Sie hier
Neuer Rundbrief online
Der neue Rundbrief (März 2026) ist jetzt hier verfügbar.
Neue Biographien 2026:
To Sweden: Die Geschichte der Familie Oppenheimer
Eine Bericht über die Lesereise von Bertil Oppenheimer im vergangenen Jahr finden Sie unter News
“Rettet wenigstens die Kinder – Kindertransporte aus Frankfurt am Main“
Unter News finden Sie eine Veranstaltungsankündigung für den 22. Januar 2026 in Wiesbaden, sowie einen Bericht zur Lesung am 10. November 2025 in Neu-Isenburg.
Geboren im türkischen Exil: Ingrid Oppermann – Filmvorführung und Gespräch
Einen Artikel zur Veranstaltung finden Sie unter News.
Felix Weil ist im Alter von 97 Jahren verstorben
Wieder heißt es Abschied nehmen von einem Zeitzeugen des Nationalsozialismus. Einen Nachruf finden Sie hier .
Zur Biographie von Felix Weil: Felix Weil
Nachlese zum Besuchsprogramm 2025
Auf der Seite Besuchsprogramm finden Sie einen Bericht zum Besuchsprogramm 2025, sowie Presseartikel und Verlinkungen zu Webseiten der besuchten Schulen .
Neue Biographien 2025:
Die Suche nach den Spuren ihres Lebens und ihrer Vorfahren ist für die ehemaligen Frankfurterinnen und Frankfurter wie für ihre Kinder und Enkel ein zentrales Motiv, die Einladung der Stadt anzunehmen. Sie möchten die Häuser/Wohnungen sehen, in denen sie selbst oder die Angehörigen gelebt haben, die frühere Schule besuchen oder die Gräber von Vorfahren aufsuchen. Entscheidend für die Erfahrungen, die die Besucher während ihres Aufenthaltes in Deutschland machen, ist eine sorgfältige Vorbereitung der Spurensuche vor Ort.
Grundlage für die Recherchen der Projektgruppe sind meist die von den zukünftigen Besuchern ausgefüllten Fragebögen. Teilweise kann das Archiv des Projektes zur Vorbereitung genutzt werden (Interviews mit Angehörigen oder Klassenkameraden, Klassenfotos etc.). Die Mitglieder der Projektgruppe bereiten die Besuche auch durch Recherchen in Archiven vor, stellen Kontakte her zu Museen oder lokalen Initiativen in den Herkunftsorten von Vorfahren, zu früheren Nachbarn oder auch zu den Menschen, die heute in der Straße, dem Haus oder der Wohnung leben, prüfen im Vorfeld die Zugänglichkeit der Friedhöfe oder die Lage von Gräbern.
Mitglieder der Projektgruppe und andere ehrenamtliche Mitarbeiter begleiten die Besucher oder sorgen dafür, dass sie vor Ort Unterstützung erhalten. Eine solche sorgfältige Vorbereitung vermindert die Gefahr von Enttäuschungen, wenn beispielsweise der jüdische Friedhof verschlossen oder das Grab nicht zu finden ist. Mögliche Widerstände etwa von heutigen Bewohnern der Häuser bzw. Irritationen können sich dann einstellen, wenn sich einzelne Personen überrumpelt oder unter Druck gesetzt fühlen. Insbesondere die heutigen Bewohner der Häuser, in denen die Vorfahren der Besucher gelebt haben, sollten daher nach Möglichkeit im Vorfeld informiert werden. Ein unangekündigter „Überfall“ kann unnötige Abwehr produzieren und zu Enttäuschungen bei den Besuchern führen. Durch Kontaktaufnahme im Vorfeld kann demgegenüber Vertrauen aufgebaut werden (Varda Albalach). Dennoch ist es immer wieder überraschend und erfreulich, wie viele Menschen auch bei unangekündigten Besuchen bereitwillig Türen öffnen und wildfremde Menschen in ihre Wohnungen bitten, sofern man ihnen angemessen die Hintergründe erläutert.
Auch für die Nachbarn, Archivare, Mitglieder von Lokalinitiativen etc. ist eine möglichst frühzeitige Information hilfreich, damit sie sich vorbereiten können: z.B. Dokumente, Zeugnisse oder Fotos heraussuchen, vervielfältigen und den Besuchern weitergeben, frühere Klassenkameraden und Nachbarn verständigen und einbeziehen oder ältere Bewohner befragen. Solche vorbereitenden Recherchen ermöglichen es, Lücken in der Erinnerung der Besucher zu füllen. Für die Besucher hat es meist außerdem eine hohe symbolische Bedeutung, wenn sie Dokumente oder Fotos in die Hand bekommen, die mit der Vergangenheit ihrer Vorfahren oder der eigenen Person verbunden sind.
Die Unterstützung und Begleitung bei der Spurensuche sind Angebote der Projektgruppe. Die Entscheidung, welche Orte man tatsächlich aufsucht oder welche Personen man aufsucht, treffen jedoch die Gäste. Keinesfalls sollte ihnen eine Aktivität aufgedrängt werden. Jedoch sollte man auch den umgekehrten Fehler meiden und aus übergroßer Befürchtung, sich aufzudrängen, Vorschläge erst gar nicht unterbreiten. Damit die Besucher entscheiden können, ob sie Angebote annehmen oder nicht, sollten sie möglichst genau darüber informiert werden, was sie erwartet. Klarheit mindert Unsicherheit.
Die Begegnungen vor Ort sind unter Umständen mit sehr gemischten Gefühlen verbunden, vor allem dann, wenn man ältere Bewohner oder frühere Klassenkameraden trifft, deren Haltung man nicht kennt. Hier haben die Begleiter eine wichtige Funktion. Sie können klären oder erklären, vermitteln, übersetzen, beruhigen, auffangen oder trösten.
Die Spurensuche vor Ort sollte unbedingt dokumentiert werden. Dazu gehören Fotos, Erfahrungsberichte der Begleiter und der Zeitzeugen sowie das Zusammenstellen aller wesentlichen Informationen und Dokumente. Die Beteiligten werden gebeten, diese Dokumente dem Projekt in Original oder in Kopie zur Verfügung zu stellen, damit sie für nachfolgende Besuche von Angehörigen genutzt werden können.
Vorsicht: Angaben unterscheiden sich teilweise!
In Frankfurt kann man Informationen über die Verwaltung der Jüdischen Friedhöfe einholen. In anderen Orten ist, sofern es keine jüdische Gemeinde gibt, die Stadtverwaltung zuständig. Dort kann man in den meisten Fällen erfahren, wer den Schlüssel für den Friedhof hat und ob es einen Lageplan gibt.
© Verein Projekt jüdisches Leben in Frankfurt e.V.